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Eisenach/Wartburgkreis
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50 Jahre WEISSER RING: 4 Fragen an Petra Notroff

Der WEISSE RING e. V. begeht seinen 50. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum des Opferhilfevereins geben ehrenamtliche Mitarbeiter Einblicke in ihre wertvolle Arbeit. Heute: Petra Notroff, Leiterin der Außenstelle Wartburgkreis.

 

Wie hast Du den Weg zum WEISSEN RING gefunden? Wie lange bist du schon dabei?

Im Rahmen meiner Arbeit im Kinder- und Jugendschutzdienst bin ich auf den WEISSEN RING e. V. aufmerksam geworden. Mir ging es vor allem darum, den Kindern und Jugendlichen, welche eine Strafanzeige stellen wollen oder bereits gestellt haben, eine Mehrfachaussage zu ersparen und Retraumatisierungen bei den Opfern zu begrenzen. Ich bin seit 32 Jahren Mitarbeiterin des WEISSEN RINGS.

 

Gab es Momente in deiner ehrenamtlichen Tätigkeit, die dich besonders glücklich oder stolz gemacht haben?

Im Rahmen meiner Tätigkeit betreute ich auch ein Opfer des NSU-Trios. Thüringen hatte einen Entschädigungsfonds aufgelegt. Allerdings nur für die Hinterbliebenen der Mordopfer. Das fand ich ungerecht, denn unser Opfer, sie war Geisel in der Sparkasse von Eisenach, hatte auch mit den Folgen des Geschehenen zu kämpfen. So habe ich einen Termin bei der Landtagsabgeordneten Katharina König-Preus wahrgenommen und ihr den Fall geschildert.

Die Ausführungsrichtlinie zum Entschädigungsfond wurde noch in letzter Minute geändert. So erhielt auch unser Opfer eine Entschädigung.

 

Welche erste Hilfe für Kriminalitätsopfer ist aus deiner Sicht die allerwichtigste Hilfe?

Zeit haben, zuhören, Verständnis zeigen und Empathie.

 

Welchen einen besonderen Wunsch gibst du dem WEISSEN RING mit auf seinem Weg in die Zukunft?

Mehr Öffentlichkeitsarbeit auf der "großen" Bühne.

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